Verarbeitungsrichtlinien Sandline- und PROKERA - Profile
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Untergrund
Als Untergrund eignen sich alle tragfähigen, klebergeeigneten Untergründe, d.h. mineralische und Kunstharzputze ebenso wie Beton, Sichtmauerwerk und Wärmedämm-Verbundsysteme. Der Untergrund muss planeben, trocken, tragfähig sowie frei von trennenden Substanzen sein.
Putzfassaden :
hier erfolgt die Verklebung der Fassadenprofile auf den abgetrockneten Unterputz. Falls erforderlich, sind raue oder unebene Putzoberflächen mit Verbundmörtel planeben beizuspachteln. Der Oberputz wird bündig an die Fassadenprofile angeputzt.
Wärmedämmverbundsystem :
bei der Verarbeitung auf Wärmedämm-Verbundsystemen werden die Fassadenschmuckprofile vor der Schlussbeschichtung auf die Armierungsschicht aufgebracht. Der Oberputz wird bündig an die Fassadenprofile angeputzt.
Einbau der Profile
Die Profile können mit einer hartmetallbestückten Säge bzw. Trennschleifer mit Diamantblatt zugeschnitten werden.
Alle Klebeflächen, insbesondere die Stoßfugenbereiche, müssen vor der Verklebung sehr sorgfältig durch gründliches Abbürsten gereinigt werden.
Die horizontalen Flächen bei Fensterbank- und Gurtprofilen sind mit geeigneten Materialien (z.B. Kunststein, Überspachtelung mit Gewebe, Blech) abzudecken. Bei einer Verblechung kommen die „Fachregeln für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk“, herausgegeben vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks – Fachverband Dach-, Wand und Abdichtungstechnik – e.V., zur Anwendung. Grundsätzlich ist auf entkoppelte Verklebung zu achten.
Verklebung an der Fassade
Die Verklebung an der Wand erfolgt, für beide Materialien gleich, im Buttering-Floating-Verfahren mit Flexkleber mit Leichtzuschlag, geeignet für den Aussenbereich (wobei hier die Verarbeitungsrichtlinien des Kleber-Herstellers zu berücksichtigen sind)
Hierzu wird der Kleber mit einer Zahntraufel auf die Rückseite des Dekorprofils und ebenfalls auf die Wandseite aufgekämmt.
Die Schichtstärke beträgt jeweils 4 bis 10 mm, abhängig von Profilgröße und Untergrund.
Die Dekorprofile werden mit vorsichtigen, leicht schiebenden Bewegungen eingeschwommen (hin- und herbewegt) und dann an den Untergrund angedrückt, sodass der aufgetragene Kleber längsseitig am Profil austritt.
Die Verklebung am Mauerwerk muss vollflächig, d.h. unbedingt über die gesamte Klebefläche incl. aller Randbereiche erfolgen, keinesfalls punktweise !!
Gegebenenfalls muss das Profil bis zur Erhärtung des Klebers gegen Verrutschen gesichert werden.
Bei Fensterbank- und Gurtgesimsprofilen aus dem Material PROKERA ist aufgrund des Gewichts eine zusätzliche mechanische Befestigung mit Schraubdübeln z. B. EJOT SDF-K-U10 oder gleichwertig (2 Stück / lfm) notwendig. Hierbei ist unbedingt auf spannungsfreien Einbau zu achten, ansonsten besteht Gefahr von Rissbildung!!!
Stoßflächenverklebung und farbliche Beschichtung
Material Sandline
Bei der Verklebung an der Wand bleibt eine Stoßfuge von 4 mm bis 10 mm pro Stoß stehen.
Nach Aushärtung des Klebers werden die Stoßfugen vorgenässt und mit PU-Schaum ausgefüllt. Ausgehärteter, überstehender Schaum wird abgeschnitten und rechtwinklig ausgekratzt (Tiefe je nach Fugenbreite), hierbei auch die Fugenflanken mit auskratzen und reinigen.
Die verbleibende Fuge wird mit einem hochwertigen Acryl- oder PU - Fugendichtstoff verschlossen und abgedichted. Drei-Flanken-Haftung ist zu vermeiden.
Die glatte Struktur der ausgespritzten Fuge kann mit dem mitgelieferten Quarzsand an die Oberfläche des Profils angeglichen oder mit Streichputz überarbeitet werden.
Zum Abschluß erfolgt ein zweimaliger Anstrich der Sandline - Profile mit einer hochwertigen Fassadenfarbe auf Acrylatbasis.
Material PROKERA
Die Verklebung der Stoßfugen erfolgt hier gleichzeitig mit der Verklebung an der Wand.
Verwendet wird der gleiche Kleber, dieser wird auf die Stoßflächen beidseitig satt aufgetragen. Beim Einschwemmen des Profils wird auch die Stoßfuge verschlossen, Breite der Stoßfuge ebenfalls 4 – 10 mm. Überquellenden Kleber abnehmen, event. mit feuchtem Pinsel nacharbeiten.
Die farbliche Beschichtung erfolgt in drei Schritten
1. Grundierung,
wahlweise für eine glatte Oberflächenstruktur mit einer feinstdispersen,
wässrigen Grundierung auf Acrylatbasis oder für eine rauhe, sandsteinartige
Oberfläche mit einem quarzgefüllten Voranstrich auf Dispersionsbasis
2. Zwischenbeschichtung mit quarzfreier Fassadenfarbe auf Acrylatbasis
3. Schlussbeschichtung erfolgt wie Zwischenbeschichtung
Allgemeiner Hinweis :
Feine Haarrisse in den Stoßfugen können auftreten, beeinträchtigen jedoch nicht die Funktion und stellen keinen Mangel dar.
Die in dieser Information enthaltenen Angaben sind Produktbeschreibungen. Sie stellen allgemeine Hinweise aufgrund unserer Erfahrungen dar und berücksichtigen nicht den konkreten Einzelfall. Aus den Angaben können keine Ersatzansprüche hergeleitet werden.
Wenden Sie sich bitte bei Bedarf an unsere technische Beratung.
Stand Januar 2009, technische Änderungen behalten wir uns bis zu einer Neuauflage vor.
Profil GmbH Gößnitz
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